Veranstaltungshinweis:
Montag, 25.03.2013, 19:00 Uhr, Grand Elysee Hamburg
2. Hamburger Gewalt-Dialog!
Gäste aus den Bereichen Wissenschaft, Gesellschaft, Politik und Praxis.
Gäste 2013:
- Innensenator der Stadt Hamburg: Michael Neumann (SPD),
- Prof. Dr. Jens Weidner (Prof. der Erziehungswiss./Kriminologie, HAW)
- Prof. Dr. Timm Kunstreich (Sozialarbeitswissenschaftler)
- Dipl. Pol. Wilfried Wilkens (Deeskalationstrainer)
Moderation: John Ment, Radio Hamburg
Veranstalter: IKD, Hamburg und IVM, Hamburg.
Organisation und fachliche Beratung/Hamburg: Dipl. Soz.-Päd Michael Strelow
Eintritt frei; bei Gruppen wird um eine Anmeldung gebeten.
Mehr unter: http://www.anti-gewalt-arbeit.de/aktuelles/
Das neue Buch von Prof. Dr. Rainer Kilb & Prof. Dr. Jens Weidner
Erscheinungstermin: ca. März 2013
Die Konfrontative Pädagogik ist als sozialpädagogischer Handlungsansatz mittlerweile etabliert. Sie steht für eine Vorgehensweise, die gewalttätige Kinder und Jugendliche mit ihren Regelverletzungen konfrontiert und eine Beschäftigung mit den Tatfolgen sowie den Opfern einfordert. Im Mittelpunkt stehen dabei spezifische Gesprächstechniken und Anti-Aggressivitäts- bzw. Coolness-Trainings.
Das Lehrbuch stellt die wichtigsten methodischen Ansätze vor und verortet sie im Spektrum aktueller Konflikt- und Gewalttheorien. Anwendungsfelder einer „konfrontativen Praxis“ werden beschrieben und Evaluationsergebnisse skizziert. Auch eine kritische Positionierung des Konzepts im pädagogischen Diskurs fehlt nicht.
Ernst Reinhardt Verlag
2013. ca. 160 Seiten.
UTB-S (978-3-8252-3868-1) kt
ca. € 19,99
Mehr Informationen: http://www.reinhardt-verlag.de/de/titel/51474/
Konfrontative Pädagogik wird nun auch in England diskutiert, dort unter dem Titel „Advance Challenging Pedagogy“.
Auf der internationalen Touchproject-Conference in Birminham (siehe www.touchproject.eu) referierten Prof.Dr.Weidner, sowie die AAT-Trainer Ingo Bloeß und Markus Laube zu dem o.g. Thema. Pete Harris, Chef des Projektes und Dozent der Universität Birmingham, wird den Austausch zusammen mit IKD und der HAW-Hamburg weiter vorantreiben. Good news!
Touch Conference Plan 10th January
Zur Klientel von Sozialpädagogen und Sozialarbeitern zählen seit Jahren gewaltbereite und gewalttätige Jugendliche und junge Heranwachsende.Eine Möglichkeit für die Arbeit mit diesen jungen Menschen bietet die sogenannte Konfrontative Pädagogik im Rahmen des Anti-Aggressivitäts-Trainings (AAT®). Der Autor verfügt diesbezüglich über eine langjährige Praxiserfahrung sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich.Der Faktor Kommunikation bildet dabei einen Schwerpunkt seiner Arbeit und ist zugleich Voraussetzung, damit perspektivisch gearbeitet werden kann. Um die Kommunikation als motivationalen Faktor aufzuzeigen, bietet der Autor anhand von Interviews einen Theorie-Praxis-Transfer, der die Bedeutung des gesprochenen Wortes erkennbar werden lässt. Gelingt die verbale Zuwendung gegenüber der Klientel wird eine stabile Beziehung für die Arbeit ermöglicht. Die Qualität einer solchen Beziehung wiederum eröffnet für die Klienten die Möglichkeit einer handlungserweiternden Perspektive. Die Interviews mit den AAT-Absolventen bilden darüber hinaus „eine Fundgrube für die Fortschreibung des Ansatzes“ (Prof. H. E. Colla).
Horst Schawohl
2012. Buch. ca. 244 S.
Forum Verlag Godesberg GmbH
ISBN 978-3-942865-07-4
Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums erhielt Jörg Knust für seine außerordentlichen Verdienste in der Gewaltprävention am 24. Aug. 2012 in Hamburg vom Deutschen Institut für Konfrontative Pädagogik die Ehrenurkunde. Das von ihm erarbeitete FIST-Programm hat sich zu einem unverzichtbaren Baustein in der Ausbildung zum/zur Anti-Aggressivitäts-Trainer/in entwickelt. Dr. Jens Weidner überreichte das Zertifikat in Anwesenheit aller AAT-Ausbilder und AAT-Ausbilderinnen.

Übergabe der Urkunde am 24. Aug. 2012 in Hamburg
Weitgehend Einvernehmen besteht darüber, dass pädagogische Fachkräfte neben der grundsätzlichen Akzeptanz, die sie ihren Klienten als Personen entgegenbringen sollen, ihnen gegenüber auch einen Entwicklungsauftrag haben, der es erforderlich macht, bestimmte Einstellungen oder Verhaltensweisen zu missbilligen, dagegegen zu intervenieren oder Grenzen zu setzen.
Interventionsberechtigung ermögliche es dem Pädagogen, in schwierigen Situationen, z.B. wenn Aggressionen sich hochschaukeln oder gewalttätige Auseinandersetzungen drohen, einzuschreiten und bietet die Chance, mit Deeskalationssversuchen Gehör zu finden.

Gewaltprävention ist ein wichtiges gesellschaftliches Thema: Weniger Gewalt, heißt weniger Täter, weniger Arbeit für Soziale Arbeit, Pädagogik und Justiz und vor allem weniger Opferleid.
Gewaltprävention kann man lernen, an Instituten und in Zertifizierungskursen. Und man kann sich erfolgreiche Modelle in den hier vorgestellten DVDs anschauen. Sie ermutigen und geben einem das Gefühl, dass sich das Engagement für das Ziel einer besseren und friedlicheren Gesellschaft lohnt!
Bestellungen bitte beim Filmemacher Peter Schran unter: MIGRA-Film