Dipl.-Sozialarbeiterin und Psychodramatikerin Monika Jetter-Schröder ist seit langem in unserem Institut als Referentin tätig.
In der Historisch-ökologischen Bildungsstätte Papenburg im Emsland (HÖB) bietet Monika Jetter-Schröder in Kooperation mit der HÖB) die berufsbegleitenden Weiterbildung „Pädagogisches Behavioristisches Psychodrama“ sowie das Seminar Trauma: „Trauma-sensibler Umgang im
pädagogischen Alltag“ an.
Die Fortbildungen haben einen hohen Selbsterfahrungsanteil. Die Methoden können in der sozialen Gruppenarbeit, in sozialen Trainingskursen, in der Straffälligen Hilfe und in der Präventionsarbeit mit Gruppen und Schulklassen eingesetzt werden.
Die Evangelische Schule Celle in Trägerschaft der Pestalozzi-Stiftung führt ein großartiges Projekt mit Schulverweigerern durch.
Die Maßnahme findet in Niedersachsen überregionale Resonanz.
Glückwunsch für die Kolleginnen und Kollegen, die sich in der Gesamtheit der Schule der „Konfrontativen Pädagogik“ widmen und sich sehr engagiert um die Schülerinnen und Schüler kümmern.
Aufgrund von zahlreichen Nachfragen und Anregungen von Menschen, die in der Einzelarbeit mit besonders herausfordernden Menschen arbeiten, entstand die Idee, künftig regelmäßig einen zwei tägigen Workshop im Sinne von „best practice“ in der Einzelarbeit anzubieten.
Die bekannten und bewährten Methoden des AAT® eignen sich nur bedingt in der Einzelarbeit und müssen daher modifiziert und neu gedacht werden, zumal sich das Einzel-AAT® insbesondere für das Klientel eignet, das für das AAT® aufgrund von Ausschlusskriterien oder fehlender Gruppenfähigkeit nicht geeignet ist. Somit haben wir es regelhaft mit einer höchst problematischen Klientel zu tun, die uns aufgrund des Einzelsettings intensiver herausfordert, als dies im Gruppenkontext der Fall ist.
Insofern ist es umso wichtiger, die Menschen, die alleine mit dieser schwierigen Klientel arbeiten, hierfür sehr gut zu qualifizieren.
Einige Themenschwerpunkte und Inputs von uns eingebracht – die Teilnehmenden bringen jeweils eine ihrer bewährten und erprobten Methode aus dem Einzelsetting ein und stellen sie der Gruppe vor; somit entsteht ein konstruktiver und informativer Austausch, der einen umfassenden Überblick über „best practice“ in der Einzelarbeit ermöglicht und zu mehr Handlungssicherheit führt. Die Themenschwerpunkte und Inputs werden von Jahr zu Jahr variieren, so dass es immer etwas Neues zu entdecken, ausprobieren und zu erfahren geben wird.
Wir haben uns bewusst entschieden, den Teilnehmenden Kreis auch für Personen zu öffnen, die bislang über keinerlei Berührungspunkte hinsichtlich konfrontativer Pädagogik und/oder eine AAT® Zertifizierung verfügen. Der Bedarf an Einzelsettings wird aufgrund vieler verschiedener Faktoren die nächsten Jahre kontinuierlich steigen, davon sind wir zutiefst überzeugt. Dieser Kurs bietet die Möglichkeit des „reinschnupperns“ – ersetzt aber keinesfalls eine fundierte und zertifizierte Ausbildung zum Einzel – AAT® Trainer/Trainerin.
Voraussetzungen
Zertifizierung zum Einzel-AAT® Trainer/Trainerin
Zertifizierung zum AAT®/CT® Trainer/Trainerin
Personen ohne Vorkenntnisse, die neugierig auf funktionierende Arbeitsweisen mit besonders herausfordernder Klientel sind und ihre Arbeit professioneller ausrichten möchten
Bitte sendet mit eurer Anmeldung eine kurze Beschreibung über eure Qualifikationen, euer Arbeitsfeld und eure Intention für diesen Kurs!
für alle gilt:
vorab per mail eine Einreichung einer Beschreibung der Methode, die ihr in diesem Rahmen vorstellen und präsentieren möchtet
📅 27. April 2026
🕒 15:00 – 17:00 Uhr
💻 Online via ZOOM
Grenzüberschreitendes, provozierendes oder aggressives Verhalten von Jugendlichen stellt pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte täglich vor große Herausforderungen. Oft richtet sich der Blick dabei zunächst auf das sichtbare Verhalten – doch was steckt eigentlich dahinter? Welche unerfüllten Bedürfnisse, welche Emotionen treiben dieses Verhalten an?
In diesem zweistündigen Online-Impulsvortrag erhalten Sie einen kompakten und praxisnahen Einblick in die Bedeutung von Bedürfnissen und Emotionen im pädagogischen Alltag. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf den Jugendlichen, sondern ebenso auf Ihnen selbst: Wie gut kennen Sie Ihre eigenen Bedürfnisse? Wie bewusst ist Ihnen Ihre persönliche „emotionale Landkarte“ – gerade in angespannten Situationen?
Der Vortrag lädt dazu ein, herausforderndes Verhalten als Ausdruck innerer Prozesse besser zu verstehen und dadurch neue Handlungsspielräume zu eröffnen. Mehr Klarheit über Emotionen und Bedürfnisse – auf beiden Seiten – schafft Sicherheit, Orientierung und professionellen Handlungsspielraum, auch wenn Situationen emotional aufgeladen sind.
Die Teilnehmenden erwartet:
ein kompakter Überblick zum Zusammenhang von Emotionen, Bedürfnissen und grenzüberschreitendem Verhalten
Impulse zur Selbstreflexion der eigenen emotionalen Reaktionen und Bedürfnisse
praxisnahe methodische Anregungen für mehr Klarheit und Handlungssicherheit in herausfordernden Situationen
neue Perspektiven, die zu innerer Stabilität, Präsenz und professioneller Haltung beitragen
Der Impulsvortrag versteht sich als Einblick und Einladung: Sie gewinnen neue Perspektiven, reflektieren Ihr eigenes pädagogisches Handeln und nehmen erste Methoden mit, die im Alltag unmittelbar anschlussfähig sind – ohne Anspruch auf Vollständigkeit, aber mit nachhaltiger Wirkung.
Der Vortrag richtet sich an pädagogische Fachkräfte, Lehrkräfte sowie Fachpersonen aus Jugendhilfe, Schule, Sozialarbeit und angrenzenden Arbeitsfeldern, die herausforderndes Verhalten besser verstehen und ihre emotionale und professionelle Handlungssicherheit stärken möchten.
Als erste Bildungseinrichtung erhält die Evangelische Schule Celle der Pestalozzistiftung den Praxispreis „Konfrontative Pädagogik“ des Deutschen Institutes für Konfrontative Pädagogik. Die Einrichtung ist beispielhaft für eine erfolgreiche „Gewaltprävention“ im Arbeitsfeld Schule.
In Zusammenarbeit mit der Historisch-ökologischen Bildungsstätte Emsland – HÖB in Papenburg, laden wir vom 15. bis 17. Mai 2025 zu den vierten Papenburger AAT-Fachtagen ein.
In einem abwechslungsreichen Programm, das sich an unterschiedliche Zielgruppen wendet, werden kompetente und bundesweit anerkannte Referenten/innen unterschiedliche Aspekte des Anti-Aggressivitäts- und Coolness-Trainings beleuchten und seine Einsatzmöglichkeiten in verschiedenen Handlungsfeldern aufzeigen.
Wir laden sowohl diejenigen ein, die seit langem als AAT®-Trainer/-in aktiv sind, als auch diejenigen, die erstmals in diesem Themenfeld „schnuppern“ wollen.
Konfrontative Pädagogik – Einführung für Neugierige
Beginn: Do., 15.05.2025, 10.00 Uhr
Ende: Do., 15.05.2025, 16.00 Uhr
Referenten: Thomas Freerks, Oldenburg | Benjamin Pohl, Mülheim
Kosten: 95,00 Euro (einschließlich Verpflegung)
Flyer: AAT Fachtag Workshop für Neugierige
Akademieabend – „Nachruf auf die Ehre?“
Ehre und Respekt als Instrument der Integration und des friedlichen Zusammenlebens
Beginn: Do., 15.05.2025, 19.00 Uhr
Ende: Do., 15.05.2025, 20.30 Uhr
Leitung: Reiner Gall, Oberhausen
Gebühr: 12,50 Euro
Flyer: AAT Fachtag Akademieabend
„AAT® at work“ – Experten/-innentreffen
Die Workshopangebote finden Sie in dem ausführlichen Flyer zu dieser Veranstaltung.
Beginn: Fr., 16.05.2025, 09.00 Uhr
Ende: Sa., 17.05.2025, 15.30 Uhr
Leitung: Reiner Gall, Oberhausen | Torsten Schumacher, Köln | Stefanie Book, Papenburg
Gebühr: 290,00 Euro (einschließlich Unterkunft und Verpflegung)
Flyer: AAT at work mit Einleger
19 Teilnehmerinnen und Teilnehmer absolvierten am 07. Sept. 2024 in Duisburg erfolgreich die Abschlussprüfung. Sowohl in der mündlichen Prüfung, als auch in den konzeptionellen Überlegungen erwiesen sich die Teilnehmenden als äußerst versiert. Viel Erfolg bei der Umsetzung. Die Ausbilder Carsten Osterkamp und Reiner Gall sind stolz, so gute Trainerinnen und Trainer qualifizieren zu dürfen.
Die Evangelische Schule Celle, der Pestalozzi-Stiftung ist seit vielen Jahren Kooperationspartner des IKD.
Vor einigen Jahr wurde das gesamte Team der Evangelischen Schule zu/zum Coolness-Trainer/in ausgebildet.
Anlässlich des diesjährigen pädagogischen Fachtages am 22. Okt. 2024, rücken traumatisierte Kinder und Jugendliche in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.
Unter dem Titel „Arbeit mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen in der Schule“
Wir gehen davon aus, dass Kinder und Jugendliche durch belastende gesellschaftliche Umbrüche, insbesondere durch den Verlust von verbindlichen und verbindenden Normen oftmals nicht mehr wissen, wie förderliches Sozialverhalten konkret ausschaut. Diese Kinder sind außerhalb der Reichweite von Erziehung (Elternhaus, Schule, Beratungsstellen etc.) und unterhalb des Wirkungsbereiches psychotherapeutischer Verfahren. Die Einflussnahme mittels polizeilicher Maßnahmen sind auf Grund der Altersbegrenzungen ebenfalls äußert begrenzt.
Inkompetente bzw. überforderte Eltern oder andere Erziehende die in der Erziehung einen Bequemlichkeitsliberalismus praktizieren und den Kindern und Jugendlichen alles „durchgehen“ lassen, „ziehen stellvertretend für das Kind den Stecker“.
Die Interventionen müssen konfrontativ, klar und eindeutig wirken. „Meine Grenze ist dein HALT“.Gleichzeitig muss den Intervenierenden bewusst sein, dass Kinder die schon früh Opfer von Gewalt, Kränkungen, Zurückweisungen, und Erniedrigungen waren, dringend Hilfestellungen benötigen.
Die Festschreibung der Notwendigkeit der Zusammenarbeit von Schule, Jugendhilfe und Polizei wurde in der Vergangenheit in einigen Durchführungserlassen eindeutig definiert. Es gab in NRW einige erfolgreiche Kooperationen zwischen den Behörden. Jedoch hing die erfolgreiche Arbeit zu häufig von Zufallsprinzipien ab. Strukturen mit finanzieller Ausstattung waren nicht vorgesehen. Ebenso verhinderten Vorbehalte seitens der VertreterInnen aus Schule und Jugendhilfe eine erfolgreiche Kooperation mit der Polizei. Dringend notwendige kooperative Strukturen konnten so nicht entstehen.
Hier kommt das Landesprogramm „KURVE KRIEGEN“ des Landes NRW ins Spiel. Die Schnittstelle „Kinder und Jugendliche – als Intensivtäter“ wird gemeinsam von Jugendhilfe und Polizei definiert und bearbeitet. Die notwendigen dauerhaften Strukturen wurden festgeschrieben und die beteiligten Fachkräfte bringen sich aus unterschiedlichen beruflichen Positionen zum Wohle der Kinder und Jugendlichen ein. Seit 2011 konnte die Initiative in 42 der insgesamt 47 Kreispolizeibehörden Nordrhein-Westfalens etabliert werden. Auch Mittel stehen dafür bereit.
Mein Glückwunsch für dieses Vorzeigeprojekt geht an alle Verantwortlichen im Ministerium, in den Kommunen und Kreisen sowie an die Kolleginnen und Kollegen aus der Jugendhilfe. Sie alle machen eine sehr gute Arbeit.
Seit fast 20 Jahren sind IMPACT-Techniken in der berufsbegleitenden Qualifizierung „Anti-Aggressivitäts-Training/Coolness-Training“ Bestandteil der Ausbildung.
Regeln, soziale Muster und Einstellungen werden von den jungen Menschen nicht besonders schnell gelernt. Impact-Techniken sind in den Lernprozessen im AAT® und CT® erfolgversprechende und taugliche Interventionsformen.
Daher bieten wir zwei Seminare zu diesem Thema an.
Bundesministerin für Justiz a.D. Brigitte Zypris: "Das geltende Jugendstrafrecht bietet eine breite Palette von Sanktionsmöglichkeiten (…) Die Rechtsfolgen reichen von Erziehungsmaßregeln, die die Lebensführung regeln sollen (z. B. Teilnahme an einem sozialen Trainingskurs, Anti-Aggressivitäts-Training oder einem Täter-Opfer-Ausgleich)"