Seminar: Impact-Techniken in der pädagogischen Arbeit mit gewaltaffinen jungen Menschen

Wir laden Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter, Lehrer und Lehrerinnen der Primarstufe, Sekundarstufe I und II, Beschäftigte in der Jugendhilfe und der Bewährungshilfe sowie AAT/CT-Trainerinnen und Trainer ein.

Um erfolgreich und nachhaltig zu lernen, bedarf es eines mittleren Erregungszustandes (Hüter, 2013).
Soziale Muster und Einstellungen werden von Kindern und Jugendlichen nicht besonders schnell gelernt. Weder gutes Zureden noch permanente Ermahnungen erzielen Wirkung bei der Entwicklung gewünschter Verhaltensänderungen. Häufig verlieren sich die Erziehenden in den Wirrungen von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und drohen den jungen Menschen oft mit deren späterem Leben. Denk doch mal an später. Du wirst schon sehen was du davon hast. Was soll nur aus dir werden!?“ „„Wie oft soll ich dir noch sagen, das …?

Nach Danie Beaulieu ist unser audiophones Kommunikationssystem das am wenigsten entwickelte und zugleich unzuverlässigste Lernorgan.

Im Bereich der sozialen Kompetenzentwicklung sind episodische Zugänge (Geschichten, Bilder, Gegenstände) und Erinnerungstechniken erfolgreicher als ständiges Ermahnen. Impact-Techniken sind tauglichere Interventionsformen, weil sie emotionale Impulse für Verhaltensänderungen setzen.

Eine Konfrontation auf der Basis einer fürsorglichen Hierarchie ist erfolgversprechender, weil durch sie, unsere bedeutenden zivilisatorischen Standards der Friedfertigkeit realisiert werden. Dazu gehören u. a. Respekt, Achtsamkeit und Opferschutz.

Die Konfrontation, ggfs. auch Sanktion, ist eine triadische Intervention. Den Erziehenden geht es um das große DRITTE. Sie stellen das Interesse an der Weiterentwicklung des Kindes, der anderen Kinder sowie der Gemeinschaft in den Vordergrund.
Diese Interventionen haben nichts mit Unterwerfung des Klienten zu tun.
(vgl. Crain, F., Fürsorglichkeit und Konfrontation, 2011, Basel, S. 298)

Der Mensch lernt am besten in einem mittleren Erregungszustand unter Einsatz aller Sinne. Ein emo-tionaler Eindruck ist dabei äußerst hilfreich. Kinder und Jugendliche müssen ihr Fehlverhalten nicht nur begreifen, sie müssen auch emotional berührt sein. Das gilt insbesondere für gewaltaffine Menschen. Bildhaftes und gegenständliches Lernen mittels Impact-Techniken löst Neugier aus und ermöglicht AHA-Effekte, die im Gehirn Dopamin ausschütten. Das wirkt wie eine Belohnung und wird nicht vergessen.
(vgl. Fritsche, Fürst, Rathsfeld, Huber: DIE IMPACTSTRATEGIE, Huber 2014)

Im Seminar beschäftigen wir uns mit

  • der fürsorglichen Hierarchie,
  • mit dem alltäglichen „Kommunikativen Status“ von Kindern und Jugendlichen
  • den theoretischen Grundlagen von Impact-Techniken (im Wortsinn – Eindruck machen – beeindrucken),
  • theaterpädagogischen Methoden zur Wortfindung für Impact-Techniken,
  • neuen Impact-Ideen,
  • Alltagsgegenstände, die sich für Impact-Techniken eignen und verwenden lassen (vom Schwamm, über Würfel bis zu Geldscheinen und Geldmünzen, von der Landkarte zum Zündholz, von der Wundertüte bis zum Getränkebecher).
Termin Veranstaltungsort Kosten
29./30. Okt. 2021
1. Tag: 10.00 – 17.00 Uhr
2. Tag: 09.00 – 16.00 Uhr
(Anmeldung bis zum 22. Okt. 2021)
Jugendherberge Duisburg
Landschaftspark-Nord

Lösorterstraße 133, 47137 Duisburg
Tel: +49 (0)203 / 417900
Seminargebühren pro TN ohne Übernachtung 280,00 €
(Die Übernachtung kann selbständig in der Jugendherberge gebucht werden.)
Anmeldung
Deutsches Institut für konfrontative Pädagogik – IKD – GbR
Monika Schwerdtfeger
Osterkamp 16, 21502 Geesthacht
Tel.: 04152/9173766
Fax: 04152/886645

„Wir nehmen Anstoß, wenn die Rechte anderer missachtet werden“.

„Wir geben Anstoß damit die Rechte anderer gewahrt werden“.

Für inhaltliche Fragen stehen Ihnen Katrin Lorenz und Reiner Gall gerne zur Verfügung.